Easy Quena: Quena Flöte spielen ist ein Kinderspiel

Die Quenaflöte ist wohl die einfachste Kerbflöte überhaupt und für Kinder und absolute Einsteiger geeignet. Durch die ziemlich tiefe und schmale Kerbe muss man die Flöte fest andrücken und erzeugt so einfach ein Klang. Als Nachteil empfinde ich hierbei, dass man weniger Nuancieren kann als bei der Nay, Anasazi, Shakuhachi, Kawala oder Xiao.

Quena Anblaskerbe
Quena Anblaskerbe

Ein kleines Lehrvideo


 

Quena Sound erzeugen

Um schnell einen Sound an der Quena zu erzeugen einfach folgende Schritte berücksichtigen. Es ist echt eine einfache Angelegenheit

Achte beim Andrücken der Flöte, dass sich genau über deinem Kinnknochen liegt und an deine Unterlippe drückt.

Quena alegen, seitliche Ansicht
Quena alegen, seitliche Ansicht

Nun musst du anblasen dir vorstellen, dass du einen Smarty zwischen den Lippen fasst und mit dieser Größe gezielt auf die Blaskante pusten. Du darfst auf keinen Fall ein U Formen, sondern stets die Lippen zurückziehen.

Quena anblasen: Erstes Register
Quena anblasen: Erstes Register

Um nun das zweite Register zu spielen drückst du mit der Oberlippe ein bisschen auf das „Smarty“, so dass es die Größe einer Linse hat. Bei gleicher Menge Luft, wird der Luftstrom dadurch etwas stärker und du kommst aufs zweite Register.

anblasen_04_zweites_register


Das Anlegen der Finger

Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Du öffnest die Löcher von unten nach oben. Da die Quena stets auf Dur gestimmt ist, ist es unabhängig von dem Grundton eine Tonleiter von ganz-ganz-halb-ganz-ganz-ganz-halb.

Ich werde hier meine Easy Quena als Beispiel nehmen:

Das G

Easy Quena G Note: Alle Fingerlöcher geschlossen halten
Easy Quena G Note: Alle Fingerlöcher geschlossen halten

Das A

Die Note A: Das erste Loch von unten öffnen.
Die Note A: Das erste Loch von unten öffnen.

Das H

Die Note H: Die Löcher 1 und 2 von unten öffnen.
Die Note H: Die Löcher 1 und 2 von unten öffnen.

Das C

Die Note C: Die Löcher 1, 2 und 3 von unten öffnen.
Die Note C: Die Löcher 1, 2 und 3 von unten öffnen.

Natürlich wirst du so die Flöte nicht halten können. Du kannst ruhig mit dem Ringfinger das Loch Nr. 1 schließen, er wird den Klang nur ganz wenige Cent verändern, aber noch so, dass ein Menschenohr es nicht hört.

Die Note C: Vereinfacht indem man den Ringfinger auf Loch Nr. 1 setzt.
Die Note C: Vereinfacht indem man den Ringfinger auf Loch Nr. 1 setzt.

Das D

Die Note D: Löcher 2, 3 und 4 öffnen.
Die Note D: Löcher 2, 3 und 4 öffnen.

Das E

Die Note E: Die Löcher 2, 3, 4 und 5 öffnen.
Die Note E: Die Löcher 2, 3, 4 und 5 öffnen.

Das F

Die Note F: Die Löcher 2, 3, 5 und 6 öffnen. Alternativ nur die Löcher 2 und 5 schließen.
Die Note F: Die Löcher 2, 3, 5 und 6 öffnen. Alternativ nur die Löcher 2 und 5 schließen.

Das F#

Die Note F#: Alle Löcher, auch Daumenloch öffnen und zwei Löcher (1 und 5 oder 1 und 4) schließen.
Die Note F#: Alle Löcher, auch Daumenloch öffnen und zwei Löcher (1 und 5 oder 1 und 4) schließen.

Quena Noten zwischen den Noten

Jedes dieser Blasinstrumente kann man dann auch chromatisch spielen. Entweder indem man ein Loch halb-öffnet um es eine halbe Note höher zu spielen, oder das untere Loch halb schließt um es eine halbe Note tiefer zu spielen. Bei flotten Stücken ist dies nicht noch einfach, weshalb ich dann tiefere Löcher unterschließe. Das werde ich dir an dem Beispiel des C zeigen.

Hier also noch einmal ein C als Grundton, denn wir dann tiefer bringen wollen. Da diese Flöte schon ein H liefert haben wir es also mit einer Mikronote 1/4 Ton zwischen C und H zu tun:

Das vertiefte C oder C vierte b.
Das vertiefte C oder C vierte b.

Versuche mal auch den unteren Ringfinger zu heben und lausche rein. Es gibt keine eine Regel bei Spielen der Quena, sondern du kannst die Musik so modulieren wie es dir gefällt. Einfach üben und testen und viel Spielen, dann wird es dir auch gelingen den Ausdruck zu bekommen, der dir gefällt.